Hochflug - Wer ist die beste Taube im Land?

Tauben gibt es bereits seit mehreren tausend Jahren. Bereits in der Bibel findet eine weiße Taube Erwähnung, als sie Noah bei seiner Rettung zum sicheren Land verhilft.
Mittlerweile gibt es an die 800 verschiedenen Taubenrassen, die sich über die ganze Welt verstreuen. Gerade in wärmeren Regionen, also in für Tauben klimatisch angenehmeren Zonen, vermehrt sich die Taube sehr stark und kann bis zu 20 Nachkommen jährlich auf die Welt bringen.
Nicht zuletzt auf Grund ihrer rasanten Vermehrungsfähigkeit sind Tauben in heutiger Zeit äußerst unbeliebt bei den Menschen. Der Schmutz, der durch den von den Tauben abgesonderten Kot verursacht wird, stellt gerade für viele Stadtbewohner ein Ärgernis dar, das es mit vergifteten Ködern oder etwaigen Absperrungen zu bekämpfen gilt.

Taubenzucht und Zuchtziele

Nichts desto trotz gibt es aber bis heute verschiedene Liebhaber, die sich der Taube und ihrer Zucht verschrieben haben. Züchtervereine, verschiedene Wettbewerbe und eine Reihe von Veranstaltungen widmen sich jedes Jahr aufs Neue dem Thema Taube und tragen so dazu bei, dass die Taube nicht vollkommen ein Leben am gesellschaftlichen Rand fristen muss. Hierbei haben sich drei verschiedene Zuchtformen bzw. Zuchtziele herausgebildet und zwar das Zuchtziel Schönheit, das Zuchtziel Briefflug und das Zuchtziel Hoch- bzw. Langflug.
Während es bei dem Zuchtziel Schönheit darum geht, Tauben zu züchten, die bestimmten, festgelegten optischen Standards entsprechen, geht es bei dem Zuchtziel Briefflug darum, Tauben zu züchten, die in einem Flug-Wettbewerb gegeneinander antreten können. Gewinner ist hierbei diejenige Brieftaube, die als erstes wieder in ihrem Verschlag ist. Beim Hochflug, wie auch beim Langflug, geht es ebenfalls um die fliegerischen Qualitäten, wobei gerade im Bereich des Hochflugs ästhetische, fliegerische Leistungen besondere Bedeutung erhalten.

Der Hochflug als besondere Form der Zucht

Der Hochflug stellt nicht zuletzt eine ganz besondere Herausforderung dar und wird gerne in verschiedensten Flugshows zelebriert. Hierbei gibt es eine Vielzahl unterschiedlichster Rassen, de alle für die Hochflug-Zucht Verwendung finden. Insgesamt gibt es dabei acht verschiedene Rassen im Bereich des Hochfluges und zwar den Wiener Hochflieger, den Budapester Hochflieger, den Serbischen Hochflieger, den Griwun-Tümmler, den Danziger Hochflieger, den Ungarischen Hochflieger, den Altösterreichischen Tümmler und den Stralsunder Hochflieger.
Gerade, wenn man am Anfang einer Taubenzucht steht, sind jedoch nicht alle Rassen gleichermaßen geeignet. So gibt es Taubenrassen, die auf Grund ihrer Fähigkeiten zwar hervorragend für das Hochfliegen geeignet sind, auf Grund ihres Verhaltens beispielsweise aber nur in fortgeschrittene Züchterhände gehören. Für den Anfang empfiehlt sich daher vor allem die Zucht des Wiener Hochfliegers, des Budapester Hochfliegers, oder des Danziger Hochfliegers.


Eine der bekanntesten und beliebtesten Rassen ist dabei sicherlich der Wiener Hochflieger. Aus Österreich und Ungarn stammend, ist der Wiener Hochflieger dabei vor allem an seiner Schwanzbinde, den schwarzen auslaufenden Schwingen und den schwarzen Federn im Kopfgefieder zu erkennen. Seine Eigenschaften, wie das Fliegen in zackigen, engen Wendungen und das stete Verharren in der Formation mit anderen Tauben, machen ihn zu einer hervorragenden Taube im Bereich des Hochfluges. Zwar ist der Wiener Hochflieger dabei sehr temperamentvoll, doch zeichnet er sich vor allem durch eine große Zuverlässigkeit aus, die gerade für Hochflug-Anfänger von besonderer Bedeutung ist. Auch der Budapester Hochflieger und der Danziger Hochflieger sind für Anfänger besonders geeignet. Der Budapester Hochflieger ist dabei eng verwandt mit dem Wiener Hochflieger, wobei der Budapester, im Gegensatz zum Wiener, kranzhalsig-blau ist. Ebenfalls im Gegensatz zum Wiener, sind die Wendungen des Budapesters nicht zackig, sonder eher etwas ruhiger, wobei der Budapester länger als der Wiener, und zwar bis zu sechs Stunden, in der Luft bleiben kann.
Der Danziger Hochflieger wiederum ist ebenfalls eine Rasse, die einen ruhigeren Flugstil bevorzugt und gemächlich den Himmel entlang gleitet. Ähnlich dem Budapester kann auch diese Rasse bis zu fünf Stunden in der Luft bleiben, wobei dies nicht tagtäglich der Fall ist.