Auf Schritt und Tritt mit der Lust

Als Schuhfetischismus wird ein von der sexuell abweichendes Verhalten verstanden, bei dem eine sexuelle Fixierung auf Schuhe vorliegt und diese als stimulierend für die sexuelle Erregung oder deren Befriedigung gelten (hiervon gilt es den Schuhtick, die Liebe zu Schuhen und das exzessive Kaufen derselben, abzugrenzen).

Wo ist die Grenze?

Auch wenn die Vorliebe für High Heels und Pumps als bei Schuhfetischisten am meisten verbreitet gilt, sind die Objekte der Begierde doch auch sehr unterschiedlich. So können auch Sportschuhe, Sneaker oder Stiefel die Lust des Einzelnen befriedigen. Auch der Preis ist kein Anhaltspunkt, billige Schuhe finden genauso ihre Liebhaber wie exklusive und teure Schuhe. In der Praxis sieht es so aus, dass der Schuhfetischist etwa durch Betrachten, Berühren oder Beschnüffeln oder beim Tragen der Schuhe (z. B. beim Zertreten von Dingen oder das Laufen über den Partner) erregt wird.

Sie sind nicht allein

Verlässliche Zahlen über die Verbreitung von Schuhfetischismus (oder Fetischismus überhaupt) gibt es nicht, da Fetische verhältnismäßig selten therapiert werden, darüber hinaus können sie bis zu einem gewissen Grad in die partnerschaftliche Sexualität integriert werden. Als behandlungsdürftig gilt der Fetisch, wenn er eine sexuelle Partnerschaft vollständig ersetzt, oder die sexuelle Erregung ohne Zuhilfenahme der Fetischobjekte unmöglich erscheint.